Immobilienmarkt Ostdeutschland 2011: In solider Verfassung

Deutschland: „Der Immobilienmarkt in Ostdeutschland verfügt über bislang zu wenig beachtete Potenziale. Vor allem für Anleger, die ein stabiles wirtschaftliches Umfeld suchen, haben die jungen Bundesländer einiges zu bieten.“ Dieses Fazit zieht Niclas Karoff, Geschäftsführer der TLG IMMOBILIEN, bei der Vorstellung des Berichtsbands „Immobilienmarkt Ostdeutschland 2011“.

Sabine Pentrop für TLG Immobilien

Büromieten Ostdeutschland 2011

„Schon 2009 ist Ostdeutschland besser durch das Krisenjahr gekommen als die alten Bundesländer, weil die ostdeutsche Wirtschaft weniger exportabhängig und damit konjunkturreagibel ist. Dieses spiegelt sich auch 2010 in weitgehend stabilen oder steigenden Immobilienpreisen in den ostdeutschen Wachstumskernen wieder“, führt Karoff weiter aus.Die TLG IMMOBILIEN dokumentiert mit dem seit 1993 jährlich erscheinenden Bericht „Immobilienmarkt Ostdeutschland“ aktuelle Daten und Entwicklungstrends. Aufgrund der langjährigen Datenreihe aus fast zwei Jahrzehnten sowie der aufwändigen Datenerhebung ist diese Marktstudie mittlerweile eine Publikation, auf die zahlreiche Medien, staatliche Stellen sowie Industrie- und Handelskammern verweisen. Grundlage des Berichts 2011 ist die Analyse von rund 2.000 internen und externen Daten aus 22 kreisfreien Städten sowie der Bundeshauptstadt Berlin. Der Marktbericht gibt Auskunft über Preise für Wohnbauland, Eigenheime und Eigentumswohnungen, Wohnungsmieten ebenso wie über Bodenpreise für gewerbliche Bauflächen sowie Büro- und Einzelhandelsmieten in den jeweiligen Städten.

Wachsende Kaufkraft und Einwohnerzahlen in den Städten

Aufgrund der nach wie vor sehr niedrigen Kreditzinsen und einem gestiegenen Sicherheitsbe- dürfnis nach den Erfahrungen der Finanzkrise werden in Ostdeutschlands Städten aktuell schwerpunktmäßig Wohnimmobilien nachgefragt. Insbesondere die großen Städte Ostdeutschlands bieten in diesem Zusammenhang günstige Rahmenbedingungen. Denn hier steigt die Kaufkraft seit Jahren kontinuierlich. Und in 15 der 23 untersuchten kreisfreien Städte Ostdeutschlands stieg 2010 auch die Einwohnerzahl – zum Teil deutlich.

Anziehende Preise bei Bauland und Eigenheimen

Die höchsten Preise in Ostdeutschland für Bauland, Wohnimmobilien und Mieten außerhalb Berlins werden in Potsdam verlangt. Dort stiegen im vergangenen Jahr die Werte in allen Wohnlagen. In Brandenburgs Landeshauptstadt ist das Preisniveau für Bauland inzwischen auch im bundesweiten Vergleich hoch. So werden Bodenpreise bis zu 120 €/m² für einfache Lagen und bis zu 220 €/m² in mittleren Lagen ermittelt. Nur in den guten und sehr guten Lagen werden in Rostock (bis 550 €/m², überwiegend im Stadtteil Warnemünde) noch höhere Preise bezahlt als in Potsdam (bis 450 €/m²). Aber auch in nahezu allen anderen kreisfreien Städten der neuen Bundesländer zeigen sich die Preise für Wohnbauland 2010 steigend oder stabil. Nur in vier von 66 untersuchten Lagekategorien wurden sinkende Werte festgestellt.

In Potsdam werden – u.a. bedingt durch die geographische Nähe zur Bundeshauptstadt – auch für Eigenheime die höchsten Preise in Ostdeutschland außerhalb Berlins verlangt. Spannen von 150.000 € bis 650.000 € für freistehende Einfamilienhäuser und 140.000 € bis 350.000 € für Reihenhäuser ermittelt der neue Marktbericht der TLG IMMOBILIEN. Am zweitteuersten sind Einfamilienhäuser – wie bereits im Vorjahr – in Dresden mit bis zu 500.000 € vor Angeboten in Jena (bis zu 470.000 €), Leipzig (bis zu 450.000 €) und Erfurt (bis zu 350.000 €). Bei den Reihenhäusern liegen Stralsund, Dresden und Jena mit Preisen von bis zu 240.000 € auf Platz 2 hinter Potsdam.

Wohnungspreise und Mieten stabil bis steigend

Für neugebaute Eigentumswohnungen müssen Käufer in Dresden die höchsten Preise bezahlen. Dort werden in Spitzenlagen inzwischen bis 4.400 €/m 2 gezahlt, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Auch bei den Preisen für modernisierte Altbauten liegt Dresden mit bis zu 3.600 €/m² in der Spitzengruppe hinter Potsdam (bis zu 3.800 €/m²) und vor Rostock und Leipzig mit jeweils 2.500 €/m².

Spürbar steigende Preise gegenüber dem Vorjahr, wenn auch auf insgesamt niedrigerem Niveau als in den vorher genannten Städten, registriert der Marktbericht der TLG IMMOBILIEN daneben in Jena (modernisierter Altbau: jetzt 1.000-2.400 €/m² und Neubau: 1.700-2.450 €/m²), Greifswald (modernisierter Altbau: jetzt …

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Immobilienmarkt Ostdeutschland 2011

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